KULTUR
Konzert von Bariton Falko Hönisch in St. Goar

„Das war Balsam für meine einsame Seele“

Konzert Falko Hönisch St. Goar
Foto: Dirk Eikhorst Falko Hönisch sang in der Stiftskirche St. Goar auch den Liederzyklus „Dichterliebe“ von Heinrich Heine – eine Kostprobe ist unten im Video zu hören

Unter dem Titel „Im wunderschönen Monat Mai“ hat Bariton Falko Hönisch in der St. Goarer Stiftskirche das erste Konzert in 2021 gegeben. Der künstlerische Leiter der Musikakademie sang die berühmtesten Liederzyklen von Robert Schumann – vor begeistertem Publikum.

Auf dem Programm standen sowohl die 16 Lieder aus Heinrich Heines „Dichterliebe“ wie auch der Liederkreis nach Joseph von Eichendorff. Als Intermezzo spielte Pianist André Dolabella „In der Nacht“. Das Konzert wurde zweimal vorgetragen, damit so viele Menschen wie möglich in den Genuss des Konzerts kommen konnten.

Auch dafür hatte Hönisch den Konzertabend in die Stiftskirche verlegt, weil hier genügend Raum war, um die Abstandsregeln einzuhalten. Aber dem Sänger war auch klar: „Es ist nicht unbedingt die einfachste Akustik, da muss ich mir besonders viel Mühe geben. Es ist eine besondere Herausforderung, aber auch schön in so einer Akustik zu singen.“

Beim ersten Konzert knapp 40 Musikbegeisterte dem Vortrag des Baritons und seinem Pianisten. Zum zweiten Konzert erwartete Hönisch 25 Zuhörer. Die zeigten sich nach dem ersten Konzert ausnahmslos begeistert …

„Es war Wahnsinn, wunderschön, sehr berührend, ich habe geweint“, sagte Gudrun Hees aus Oberwesel, „er hat schon eine tolle Stimme und ich finde die Atmosphäre in der Kirche so wunderbar.“ Wenn die Abendsonne durch die Fenster scheine, dann habe das einen besonderen Zauber, sagte sie.

Maria Kühn aus Urbar erklärte, dass dieses Konzert, „Balsam für meine einsame Seele“ gewesen sei. Und auch ihre Begleiterin Lydia Weidenbruch zeigte sich froh darüber, dass es endlich wieder solche Veranstaltungen geben kann: „Ich liebe Kultur, die ich live erleben kann“, sagte sie.

Hönisch hatte das letzte Konzert – ein Klaviertrio – an dem Abend vor dem langen Lockdown über seine Musikakademie organisiert, jetzt stand er als Erster wieder auf der Bühne. „Wir wollten den Menschen zeigen, dass es wieder weitergeht und eine wenig Hoffnung geben – und die steckt ja auch in den Liedern drin“, sagte er zu Hunsrück News.


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Der Sänger zeigte sich nach dem ersten Konzert zufrieden – schließlich dankte das Publikum ihm den Auftritt auch mit langem Applaus. Als Zugabe gab es von Falko Hönisch und André Dolabella „Widmung“ von Schumann.

Sehen Sie hier „Ich hab’ im Traum geweinet“ gesungen von Falko Hönisch …

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