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Feuerkatastrophe in Ravengiersburg

Brandermittler finden Leiche des Hausbewohners (64)

Bestatter bergen die sterblichen Überreste des Hausbewohners
Foto: Dirk Eikhorst Bestatter bergen die sterblichen Überreste des Hausbewohners

Jetzt ist es traurige Gewissheit: Bei dem verheerenden Feuer in einem Fachwerkhaus in Ravengiersburg ist der Hausbewohner ums Leben gekommen. Brandermittler der Kripo Koblenz haben am Morgen die sterblichen Überreste des Mannes entdeckt.

Nachdem am Mittwoch die Suchmaßnahmen eingestellt worden waren, nahmen Ermittler der Kriminalpolizei zusammen mit einem Brandsachverständigen die Untersuchungen wieder auf.


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Im Wohnzimmer im Erdgeschoss entdeckten die Experten nach nur kurzer Absuche die Leiche des Mannes, die allerdings bis zur Unkenntlichkeit verbrannt war. Wahrscheinlich der Grund, warum die Feuerwehrleute trotz stundenlanger Suche keine Hinweise auf den zu dem Zeitpunkt als vermisst geltenden Hausbewohner entdecken konnten.

Zur Brandursache wollten die Ermittler vor Ort noch keine Auskünfte geben. Nach Informationen des Sachverständigen dürften aber Temperaturen von bis zu 800 Grad geherrscht haben. Die Leiche wurde abtransportiert, ob sie noch von Gerichtsmedizin begutachtet werden soll, entscheidet die Staatsanwaltschaft.

Bei dem Toten handelt es sich um einen 64-jährigen Mann, der allein in dem um das Jahr 1890 erbauten Haus gelebt haben soll.

In der Nacht auf Mittwoch war es gegen 3 Uhr zu dem Feuer in dem alten Fachwerkhaus in der Ravengiersburger Hauptstraße gekommen. Nachbarn hatten Rauch aus den Fenstern des Untergeschosses steigen sehen. Als die alarmierten Feuerwehren eintrafen, stand der untere Teil des Hauses schon in Vollbrand.

Nach den Löscharbeiten war schnell klar, dass das völlig ausgebrannte Haus einsturzgefährdet ist. Feuerwehrleute wurden nicht ins Innere geschickt, um sie nicht unnötig zu gefährden.

Schon zu diesem Zeitpunkt sagte Andreas Roth, Wehrleiter der Verbandsgemeinde Simmern-Rheinböllen, zu Hunsrück News: „Sollte sich der Mann in dem Haus befunden haben, gibt es keine Hoffnung mehr.“

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Also wurde mit einem Bagger begonnen, die Ruine von oben herab abzutragen, um eventuelle Überreste des Mannes zu suchen. Auch eine Drohne kam zum Einsatz. Nachdem die Außenwände dann so weit freigelegt waren, dass mit einer Drehleiter alle Räume genau inspiziert werden konnten, wurde die Suche erfolglos eingestellt.

Einzig der Keller konnte am Morgen nach dem Brand nicht durchsucht werden, er war nicht zugänglich und es gab nur einen kleinen Durchlass um hineinzuspähen. Zudem war der Boden mit Löschwasser und Schaum bis zu 30 Zentimeter hoch überflutet.

Im Einsatz waren insgesamt 83 Feuerwehrleute. Nach dem Erstalarm rückten die Wehren Ravengiersburg, Simmern, Tiefenbach und Kümbdchen-Keidelheim aus. Nachgefordert wurden dann Sargenroth, Oppertshausen, Laubach, Mengerschied und Budenbach.

Feuer in Ravengiersburg
Foto: PHOTO•MOMENTS
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Feuer in Ravengiersburg
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