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Leiche im November am Hahn gefunden

Birgit Ameis (†54) wurde Opfer eines Gewaltverbrechens

Birgit Ameis wirde Opfer eines Gewaltverbrechens
Foto: Polizei RLP Die Leiche von Birgit Ameis (54) wurde im November in einem Waldstück nahe dem Flughafen gefunden

Vor ziemlich genau sechs Jahren verschwand die 54-jährige Birgit Ameis nach ihrer Schicht beim Deutschen Wetterdienst am Flughafen Hahn. Im November vergangenen Jahres entdeckte schließlich ein Pilzsammler die sterblichen Überreste der Frau aus Lohmar (Nordrhein-Westfalen).

Die Ermittler der Soko „Hahn“ sind jetzt überzeugt davon, dass Birgit Ameis Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist. In den vergangenen vier Monaten hätten Profiler der Landeskriminalämter das Tatgeschehen rekonstruiert und so neue Ermittlungsansätze aufgezeigt, hieß es von der Polizei. Welche Erkenntnis genau dazu führte, dass die Ermittler an eine Gewalttat glauben, wurde nicht mitgeteilt.

Foto: Christopher Neef

„Die zum Teil gut erhaltene Kleidung und andere Gegenstände aus dem Besitz des Opfers und auch mutmaßlich vom Täter stammende Gegenstände geben Anlass zur Hoffnung“, sagte Bernd Kreuter, der Leiter der „SOKO Hahn“.

Die Ermittler seien momentan dabei, mit modernsten kriminaltechnischen Untersuchungsmethoden Hinweise auf einen möglichen Täter zu erlangen – mittlerweile seien die Wissenschaftler in der Lage, auch nach Jahren noch Täter-DNA und andere beweiserhebliche Spuren aufzufinden. „Die Chancen stehen hier nicht schlecht“, sagte der Erste Polizeihauptkommissar.

Kreuter: „Damit haben die seit nunmehr sechs Jahren andauernden Ermittlungen nochmals einen neuen Schwerpunkt und weiteren Schub erhalten!“

Der Fall: Am Morgen des 4. April 2015 hatte Birgit Ameis ihren Dienst am Flughafen Hahn beendet. Im Laufe des Tages wurde sie von ihren Familie in Lohmar zurückerwartet, kam dort allerdings nie an. Eine Woche später wurde ihr Wagen, ein roter Renault Scenic, auf einem Parkplatz in Lautzenhausen gefunden.


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Am 5. November 2020 entdeckten dann Pilzsammler in einem Waldstück an der alten Hunsrückhöhenstraße zwischen Lötzbeuren und Flughafengelände eine Frauenleiche. Unter anderem ein Gebissabgleich führte zur Gewissheit, dass es sich bei der Toten um Birgit Ameis handelte.

Die Sonderkommission setzt weiterhin auch auf Zeugenaussagen und die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach hat für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat sowie zur Täterermittlung führen, eine Belohnung in Höhe von 5000 Euro ausgesetzt.

„Jede noch so unwichtig erscheinende Beobachtung könnte dabei für die Ermittler von großer Bedeutung sein“, sagte Bernd Kreuter.

Deshalb fragt die Soko „Hahn“:

  • Wer hat Birgit Ameis am Ostersamstag, dem 04.04.2015, allein oder in Begleitung im Bereich des Flughafens Hahn oder der umliegenden Gemeinden gesehen?
  • Wer hat den roten Pkw Renault Megan Scenic, SU-UA 256, wahrgenommen? Dieser war zuletzt auf dem Gemeindeparkplatz im Mühlenweg in Lautzenhausen abgestellt worden.
  • Wer hat Ostersamstag, 04.04.2015 oder an den Tagen danach, Beobachtungen zu Personen oder anderen Fahrzeugen am Abstellort des Pkw von Birgit Ameis am Mühlenweg in Lautzenhausen gemacht?
  • Wer hat am Ostersamstag, 04.04.2015 oder in den Tagen danach Beobachtungen gemacht, die mit dem Verbringen und Ablegen der Leiche von Birgit Ameis, in dem Waldgebiet der Gemarkung Büchenbeuren, an der alten Hunsrückhöhenstraße B 327, K 77 Richtung Lötzbeuren unweit der Start- und Landebahn des Flughafens Hahns, im Zusammenhang stehen könnten?

Hinweise nehmen die Kriminaldirektion Koblenz unter der Rufnummer 0261/103-2690 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Für vertrauliche Informationen wurde darüber hinaus ein anonymes Hinweistelefon unter der Rufnummer 0261/103-2738 eingerichtet.

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