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Arbeitsunfall bei Remondis

20 000 Volt: Arbeiter von Stromschlag getötet

Stromunfall bei Remondis
Foto: Dirk Eikhorst Mitarbeiter von Westnetz, Polizei und Feuerwehr inspizieren den Unglücksort

Bei Wartungsarbeiten an einem Trafo ist ein Arbeiter am Dienstagmittag bei der Entsorgungsfirma Remondis in Wüschheim getötet worden. Er erlitt einen 20 000-Volt-Stromschlag – jegliche Hilfe kam zu spät.

Nach ersten Erkenntnissen sollte der Angestellte einer hessischen Laborfirma im Auftrag von Remondis eine Probe des Öls, das in dem Trafo zur Kühlung verwendet wird, nehmen. Dazu ist er wohl auf den Trafo geklettert und gegen unter Spannung stehende Teile gekommen.


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Trafo - Stromunfall bei Remondis
Foto: Dirk Eikhorst Auf diesen Trafo kletterte der Mann

Der zweite Mann des Teams wartete zu diesem Zeitpunkt vor der Trafostation der Entsorgungsfirma. Als er das Unglück bemerkte, rief er sofort um Hilfe – Feuerwehr, Sanitäter und der Stromnetzbetreiber Westnetz wurden alarmiert.

Erst nachdem die Trafostation vom Strom getrennt worden war, konnten Feuerwehrleute den reglosen Körper des Mannes von dem Trafo bergen. Zu diesem Zeitpunkt stand wohl schon fest, dass es für den Verletzten keine Rettung mehr gab und obwohl die Notfallsicherungen ausgelöst hatten, der Notarzt nur noch den Tod feststellen konnte.

Der Mann soll deutliche Brandspuren an Oberkörper und Beinen aufgewiesen haben. Der zweite Mann erlitt einen schweren Schock und wurde vor Ort von einem Notfallseelsorger betreut.

Sicherheitsregeln - Stromunfall Remondis
Foto: Dirk Eikhorst Der Arbeiter hatte alle Sicherheitsregeln missachtet

Andreas Roth, der Wehrleiter der Verbandsgemeinde Simmern-Rheinböllen, sagte, die Firma Remondis habe wegen des großen Strombedarfs eine eigene Trafostation, in der die Spannung von 20 000 auf 400 Volt runtergeregelt werde. Die Feuerwehr sei zur Rettung der Person gerufen worden, was aber nicht mehr möglich gewesen sei.

Ralf Auler, der Netzbetriebsleiter von Westnetz, zeigte sich gegenüber Hunsrück News fassungslos, dass der Mann auf den Trafo geklettert war: „Bei Stromunfällen wird normalerweise eine der Sicherheitsregeln missachtet, hier waren es gleich alle fünf.“

Stromunfall Remondis Krankenwagen
Foto: Dirk Eikhorst Für den Mann kam jede Hilfe zu spät, der Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen

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